Brief mit 735 Unterschriften
Hubertus-Schwartz-Schüler protestieren gegen den Einsatz von Kindersoldaten im Kongo
Aktiv für die Menschenrechte: 735 Schülerinnen und Schüler des Hubertus- Schwartz-Berufskollegs haben einen Brief an den Präsidenten der Demokra- tischen Republik Kongo unterschrieben. Sie fordern ihn darin auf, die Rekru- tierung von Kindersoldaten zu stoppen.

„Wir müssen etwas tun", waren sich die Jugendlichen aus der Klasse FremdsprachenAssistenten (FA) 11 nach der Diskussion mit Michaela Ludwig einig. Die Soester Gruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) hatte den Besuch der Hamburger Journalistin Ende April vermittelt (wir berichteten).
Michaela Ludwig hat eine Studie über Kindersoldaten erarbeitet. Die Klasse FA 11 hatte ihren Besuch vorbereitet. 200 Jugendliche diskutierten mit der Expertin.
Einsatz für die Menschenrechte: 735 Schülerinnen und Schüler des Hubertus- Schwartz-Berufskollegs protestieren in einem Brief an den Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo gegen den Einsatz von Kindersoldaten.
Am Ende war klar, dass die Schüler ein Zeichen setzen wollten. Sie beschlos- sen, an den Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo, Joseph Kabila, zu schreiben. In dem Land werden nämlich Kinder für den Dienst in Regie- rungstruppen rekrutiert.
Schülerinnen und Schüler zogen von Klasse zu Klasse, erläuterten das An- liegen und baten um Unterschriften. Die Resonanz war überwältigend: 735 Jugendliche unterschrieben den Protestbrief. „Trotz des ernsten Themas hat uns die Arbeit viel Spaß gemacht", berichteten die Fremdsprachen-Assistenten gestern, als sie den dicken Umschlag auf die Reise in das afrikanische Land schickten. Ihr Protest soll dazu beitragen, Druck auf die Regierung auszuüben, damit der Einsatz von Kindersoldaten gestoppt wird.
Westfalenpost  29. Mai 2004 - (M.H.) - Foto: Martin Huckebrink
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