Menschenrechte
ständig in Gefahr
AI-Fotoausstellung
im Bürgerzentrum
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Westfalenpost
- 12. Juni 2003 Foto: Huckebrink
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| In
der Gaststätte des Alten Schlachthofes macht eine Fotoausstellung
auf Menschenrechtsverletzungen in Russland aufmerksam. |
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Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist tief. Russland hat die wichtigsten
internationalen Abkommen zum Schutz der Menschenrechte unterzeichnet. Doch
die Realität sieht anders aus. |
| Menschenrechtsverletzungen
sind an der Tagesordnung. Aus Tschetschenien gibt es unzählige Berichte
über das „Verschwindenlassen" von Menschen, über Folter, Misshandlungen
und Gefangenschaft unter menschenunwürdigen Bedingungen. |
Foto-Dokument:
Menschenrechte
in Russland: Eine Foto- ausstellung von Amnesty International macht bis
zum 6. Juli in der Gaststätte des Alten Schlachthofes auf Verstöße
gegen Menschen- rechtsstandards in der Russischen Föderation aufmerksam.
Heide Brinkkötter, Ulla Lutsche und Bernardette Wieners von der Soester
ai-Gruppe hängten die Ausstellung. |
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Die
Haftbedingungen sind generell schlecht. Bis zu einer Million Menschen befinden
sich unter extrem beengten Bedingungen in Haft und sind oft grausamer,
unmenschlicher und erniedrigender Behandlung ausgesetzt. Auch Kinder werden
inhaftiert und zusammen mit Erwachsenen eingesperrt. Journalisten sind
Repressalien ausgesetzt.
Mit
der weltweiten Kampagne „Solidarität für Russland" macht Amnesty
international (AI) Menschenrechtsverletzungen in Russland bekannt, gibt
den Opfern ein Gesicht und will die Regierung unter Präsident Putin
durch internationalen Druck zu einer Veränderung ihrer Politik bewegen. |
| Die
Soester Gruppe von Amnesty beteiligt sich an dieser Kampagne. Die neue
Fotoausstellung in der Gaststätte des Bürgerzentrums ist ein
Mosaikstein, um das Problem ins Bewusstsein zu rücken. |
| „Eine
Nation zwischen Demokratie und Wirklichkeit" ist die Präsentation
überschrieben, die seit gestern zu sehen ist. Gezeigt werden Fotos,
die einzelne Bereiche von Menschenrechtsverletzungen in den Blickpunkt
rücken. Themen sind zum Beispiel die Situation in den Jugendgefängnissen,
Folter auf Polizeistationen, die Tschetschenien-Politik und Rassismus. |
| „Menschenrechtsverletzungen
in Russland sind leider kein Thema für Schlagzeilen in den Medien.
Zudem hat Russland den Kampf gegen den internationalen Terrorismus genutzt,
um seine Politik in Tschetschenien zu rechtfertigen", erläutert Ulla
Gutsche, Sprecherin der ai-Gruppe, Gründe für das Engagement. |
| Amnesty
trifft sich am 1. und 3. Dienstag jeweils um 20 Uhr im Alten Schlachthof. |
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