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gegen das vergessen |
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BRIEFE
GEGEN DAS VERGESSEN - AKTION DES MONATS FEBRUAR 2010 |
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MOLDAU
Oxana Radu |
Oxana Radu: © Amnesty |
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Nach
Protesten gegen den Ausgang der Parlamentswahlen vom April 2009 wurden
Berichten zufolge mehrere hundert Menschen, unter ihnen Minderjährige,
von der Polizei festgenommen. Oxana Radu zählte zu einer Gruppe von
36 jungen Leuten aus dem Süden Moldaus, die mit zwei Kleinbussen in
die Hauptstadt Chisinau gereist waren, um an den Demonstrationen teilzunehmen.
Als sie am 7. April kurz vor Mitternacht die Rückfahrt antreten wollten,
wurden sie von der Polizei angehalten, zur Wache nach Chisinau gebracht
und dort misshandelt. |
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Oxana
Radu gab gegenüber Amnesty International an: "Sie führten mich
in einen Raum, in dem sich ein Polizist und eine Polizistin befanden. Ich
musste mich nackt ausziehen und versuchte, meine Blöße mit den
Armen zu verdecken. Ich war ziemlich außer Fassung, doch sie lachten
über mich und sagten: 'Dir ist kalt, wir werden Dich aufwärmen.'
Sie zwangen mich, Kniebeugen zu machen." Anschließend wurde Oxana
Radu in eine Zelle gebracht, in der sich ihre Schwester und vier weitere
Frauen befanden. Berichten zufolge blieben die Gefangenen zwei Tage lang
ohne Nahrung und Wasser, durften keinen Kontakt zu ihren Familien aufnehmen
und auch keinen Rechtsbeistand einschalten. |
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Oxana
Radu wurde beschuldigt, einen Polizisten angebrüllt zu haben. Noch
auf der Wache wurde sie einem Richter vorgeführt, der sie zu fünf
Tagen Verwaltungshaft verurteilte. Zur Ableistung der Strafe wurde Oxana
Radu zusammen mit zwei anderen Frauen in den Norden des Landes gebracht.
Am 14. April gegen 14 Uhr kam sie wieder frei. Oxana Radu erstattete Anzeige
wegen ihrer Behandlung, die Staatsanwaltschaft lehnte jedoch die Einleitung
strafrechtlicher Ermittlungen ab. |
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Bitte
schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Generalstaatsanwalt
und fordern Sie, dass der von Oxana Radu erhobene Vorwurf der Misshandlung
im Gewahrsam der Polizei unverzüglich untersucht und die Verantwortlichen
vor Gericht gebracht werden. |
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Schreiben
Sie in gutem Moldauisch, Englisch oder auf Deutsch an
Valeriu
Zubco
General
Prosecutor
Str.
Mitropolit Beneleski-Bodoni, 26
Chisinau
MD-2005
MOLDAU
(korrekte
Anrede: Dear Prosecutor General)
Standardbrief
Luftpost bis 20 g: € 0,70
Senden
Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an
Botschaft
der Republik Moldau
Herrn
Aureliu Ciocoi, Botschaftsrat
Gotlandstr.
16, 10439 Berlin
Fax:
030 - 44 65 29 72
E-Mail:
office@botschaft-moldau.de
oder
aciocoi@botschaft-moldau.de |
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Sie
können dazu einen in deutscher oder englischer Sprache verfassten
Brief downloaden.
(siehe
unten)
Hier
der deutsche Text:
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Sehr
geehrter Herr Generalstaatsanwalt,
angesichts
von Berichten über den Fall von Oxana Radu bin ich sehr besorgt.
Berichten
zufolge war Oxana Radu eine von mehreren Hundert Personen, die nach Protesten
gegen das Ergebnis der Pralamentswahl im April 2009 von der Polizei verhaftet
worden waren.
Sie
gehörte zu einer Gruppe von 36 jungen Leuten aus dem Süden Moldau,
die mit zwei Minibussen in die Hauptstadt gekommen waren, um an den Demonstrationen
teilzunehmen.
Als
sie am 7. April 2009 kurz vor Mitternacht beabsichtigten die Heimreise
anzutreten, wurden sie von der Polizei angehalten und zu einer Polizeiwache
in Chisinau gebracht, wo sie mißhandelt wurden.
Oxana
Radu wurde Berichten zufolge in einen Raum gebracht, wo man sie zwang sich
auszuziehen.
Als
sie versuchte ihre Blöße mit den Armen zu bedecken, lachten
der Polizist und die Polizistin, die im Raum waren, sie aus und sagten:
„Ist dir kalt? Wir werden die aufwärmen.“ und zwangen sie dann Kniebeugen
zu machen.
Danach
wurde sie in eine Zelle gebracht, in der sie zusammen mit ihrer Schwester
und vier anderen Frauen zwei Tage lang festgehalten wurde. Während
dieser Zeit bekam sie weder etwas zu Essen noch zu Trinken und jeder Kontakt
zu ihrer Familie oder zu einem Anwalt wurde ihr verwehrt.
Oxana
Radu wurde angeklagt einen Polizisten angebrüllt zu haben und wurde
auf der Polizeistation einem Richter vorgeführt, der sie zu fünf
Tagen Verwaltungshaft verurteilte. Um ihre Starfe abzuleisten wurden Oxana
Radu und zwei andere Frauen in den Norden Moldaus gebracht. Dort wurden
sie am Nachmittag des 14. April freigelassen.
Oxana
Radu erstattete wegen ihrer Behandlung durch die Polizei Anzeige, aber
der Staatsanwalt weigerte sich ein Ermittlungsverfahren einzuleiten.
Daher
fordere ich Sie dringend auf, eine unabhängige und gründliche
Untersuchung der Mißhandlungsvorwürfe in Polizeigewahrsam einzuleiten
und die dafür Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.
Bitte
informieren Sie mich über die weitere Entwicklung dieser ernsten Angelegenheit.
Mit
freundlichen Grüßen
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Sollten
Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine
Kopie an amnesty international.
amnesty
international, Postfach, 53108 Bonn
Tel.:
0228/983730;
Fax:
0228/630036
E-mail:
Info@amnesty.de
Internet:
www.amnesty.de |
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Anschreiben
in
Englisch als Druckausgabe: |
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Anschreiben
in
Deutsch als Druckausgabe: |
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