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gegen das vergessen |
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BRIEFE
GEGEN DAS VERGESSEN - AKTION DES MONATS APRIL 2009 |
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SYRIEN
Muhammad
Haydar Zammar |
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Der
in Syrien geborene Deutsche Muhammad Haydar Zammar verbüßt immer
noch seine zwölfjährige Gefängnisstrafe. Er wurde zu dieser
Strafe verurteilt, weil er Mitglied der verbotenen Organisation "Moslembruderschaft"
gewesen sein soll. Amnesty International fordert erneut, dass sein Fall
in einem fairen Gerichtverfahren noch einmal verhandelt oder er umgehend
freigelassen wird. |
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Muhammad
Haydar Zammar wurde im Februar 2007 in einem unfairen Prozess vor dem Obersten
Staatssicherheitsgericht für schuldig befunden. Es wurden keine Beweise
vorgebracht, um die Anschuldigung zu belegen,
und
die " Moslembruderschaft" erklärte öffentlich, dass Muhammad
Haydar Zammar weder Mitglied gewesen sei noch irgendwelche aktiven Verbindungen
zu der Organisation oder ihren Mitgliedern unterhalte. |
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Im
Juni 2007 stellte die UN-Arbeitsgruppe zu willkürlichen Inhaftierungen
fest, dass Muhammad Haydar Zammar willkürlich inhaftiert wurde, da
die Standards für faire Gerichtverfahren nicht eingehalten worden
waren. Sie forderte die syrischen Behörden auf, "die Situation in
Ordnung zu bringen". Nach Kenntnis von Amnesty International sind die Behörden
dieser Aufforderung bislang nicht nachgekommen. |
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Offenbar
im Rahmen des rechtswidrigen Überstellungsprogramms der USA war Muhammad
Haydar Zammar im Dezember 2001 in Marokko festgenommen und nach Syrien
abgeschoben worden. Man hielt ihn in der berüchtigten Hafteinrichtung
"Far' Filistin" (Palästinensische Abteilung) des Militärgeheimdienstes
in Damaskus fast fünf Jahre lang in Untersuchungshaft, die meiste
Zeit über ohne Kontakt zur Außenwelt und in Einzelhaft. In dieser
Zeit wurde er gefoltert und in anderer Weise misshandelt.
Bitte
schreiben Sie höflich formulierte Briefe, in denen Sie die syrischen
Behörden auffordern, den Fall von Muhammad Haydar Zammar in einem
Prozess, der den internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren
entspricht, noch einmal zu verhandeln oder ihn umgehend freizulassen. |
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Schreiben
Sie in gutem Arabisch, Französisch, Englisch oder auf Deutsch an
President
Bashar al-Assad
Presidential
Palace al-Rashid Street
Damascus,
SYRIEN
(korrekte
Anrede: Your Excellency)
Fax:
(00 963) 11 332 3410
Standardbrief
Luftpostbrief bis 20g: € 1,70
Senden
Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an
Botschaft
der Arabischen Republik Syrien
S.E.
Herr Hussein Omran
Rauchstraße
25 10787 Berlin |
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Sie
können dazu einen in deutscher oder englischer Sprache verfassten
Brief herunterladen.
(siehe
unten)
Hier
der deutsche Text:
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Sehr
geehrter Herr Präsident,
angesichts
von Berichten über den Fall von Muhammad Haydar Zammar, der immer
noch eine zwölfjährige Gefängnisstrafe verbüßt,
bin ich sehr besorgt.
Anscheinend
wurde der in Syrien geborene deutsche Staatsbürger Muhammad Haydar
Zammar im Dez 2001 in Marokko festgenommen und im Rahmen eines illegalen
US-Überstellungsprogramms nach Syrien abgeschoben. Danach wurde er
Berichten zufolge in Far' Filistin, einer Abteilung des des Militärgeheimdienstes
in Damaskus fast fünf Jahre lang inhaftiert. Berichten zufolge wurde
er überwiegend ohne Kontakt zur Außenwelt und in Einzelhaft
festgehalten und während dieser Zeit gefoltert und anerweitig mißhandelt.
Im Feb 2007 befand ihn das Oberste Staatsgericht in einem unfairen Verfahren
schuldig, Mitglied der illegalen Organisation „Moslembruderschaft“ gewesen
zu sein. Während des Prozesses würden keine Beweise für
seine Mitgliedschaft vorgelegt und die „Moslembruderschaft“ erklärte
öffentlich, dass Muhammad Haydar Zammar niemals eines ihrer Mitglieder
gewesen sei und auch niemals Kontakte zu der Organisation oder ihren Mitgliedern
unterhalten habe.
Eine
UN-Arbeitsgruppe zu willkürlichen Inhaftierungen stellte im Juni 2007
fest, dass Muhammad Haydar Zammar willkürlich inhaftiert worden sei
und dass sein Verfahren nicht den Standards für ein faires Gerichtsverfahren
entsprochen habe. Daraus folgte die Aufforderung der UN-Arbeitsgruppe an
die syrischen Behörden, „die Sitiation in Ordnung zu bringen“. Soweit
amnesty international bekannt, wurden bis jetzt jedoch noch keine Schritte
in diese Richtung unternommen.
Daher
fordere ich Sie dringend auf sicherzustellen, dass Muhammad Haydar Zammar
ein neues Verfahren zu gewähren, das den internationalen Standards
für ein faires Gerichtsverfahren entspricht oder ihn sofort und ohne
Vorbedingungen freizulassen.
Bitte
informieren Sie mich über die weitere Entwicklung dieser ernsten Angelegenheit.
Mit
freundlichen Grüßen
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Sollten
Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine
Kopie an amnesty international.
amnesty
international, Postfach, 53108 Bonn
Tel.:
0228/983730;
Fax:
0228/630036
E-mail:
Info@amnesty.de
Internet:
www.amnesty.de |
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Anschreiben
(Übersetzung)
in Englisch als Druckausgabe: |
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Anschreiben
in
Deutsch als Druckausgabe: |
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