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gegen das vergessen |
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BRIEFE
GEGEN DAS VERGESSEN - AKTION DES MONATS JULI 2007 |
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WEISSRUSSLAND
Alexander
Kasulin |
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ehemalige Präsidentschaftskandidat Alexander Kasulin wurde im Juli
2006 zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. |
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setzt sich seitdem für die sofortige und bedingungslose Freilassung
des gewaltlosen politischen Gefangenen ein, der allein wegen der Wahrnehmung
seiner Rechte auf freie Meinungsäußerung, Versammlungs- und
Vereinigungsfreiheit inhaftiert worden ist. |
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Im
Vorfeld der Präsidentschaftswahlen am 19. März 2006 waren Alexander
Kasulin und sein Wahlkampfteam drangsaliert und eingeschüchtert worden. |
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Kasulin
war am 25. März mit den Teilnehmern einer öffentlichen Versammlung
zum Akrestina-Gefängnis in Minsk marschiert, in dem sich Hunderte
von Personen befanden, die im Anschluss an die Präsidentschaftswahlen
bei der gewaltsamen Auflösung von Demonstrationen in Haft genommen
worden waren. Die staatlichen Sicherheitskräfte setzten dem Vernehmen
nach exzessive Gewalt ein, um den Protestzug auseinanderzutreiben. Daraufhin
schlug Kasulin den verbliebenen Demonstranten vor, sich in einer nahegelegenen
Kirche zum Gebet zu versammeln. Sicherheitsbeamte schlugen ihn und brachten
ihn in das Akrestina-Gefängnis. |
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Anschließend
wurde er des »Rowdytums« und der »Organisation von Gruppenaktivitäten,
welche gegen die öffentliche Ordnung verstoßen, oder der aktiven
Teilnahme an ähnlichen Handlungen« angeklagt. Die Anklage bezog
sich auf die Ereignisse am 25. März 2006 sowie auf zwei vorangegangene
Zwischenfälle. Am 2. März 2006 waren Kasulin und seine Anhänger
von Ordnungskräften in Zivil geschlagen worden, als er versucht hatte,
sich bei einer Konferenz zu registrieren. Anschließend wurde er nach
eigener Aussage in einem Polizeitransporter herumgefahren, wobei er »zwischen
den Sitzen auf dem Rücken liegend eingezwängt war und die Beine
gegen seinen Kopf drückten«, sodass er beinahe »an seinem
eigenen Blut erstickt« wäre. |
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Schreiben
Sie bitte höflich formulierte Briefe an den weißrussischen Staatspräsidenten,
in denen Sie unter Verweis auf die Artikel 19, 20 und 21 des Internationalen
Paktes über bürgerliche und politische Rechte, zu dessen Vertragsstaaten
Belarus gehört, die sofortige und bedingungslose Freilassung von Alexander
Kasulin fordern.
Schreiben
Sie in gutem Weißrussisch, Russisch, Englisch oder auf Deutsch an:
President
Alyaksandr Lukashenka
ul.
Karla Marxa 38
220016
Minsk
Belarus
(korrekte englische Anrede: Dear President Lukashenka)
Telefax:
003 75 - 172 - 26 06 10, 003 75 - 172 - 22 38 72
Bitte
senden Sie eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft
der Republik Belarus
S.
E. Herrn Wladimir Skworzow
Am
Treptower Park 32
12435
Berlin
Telefax:
030 - 53 63 59 23
E-Mail:
info@belarus-botschaft.de
(Standardbrief
Luftpost bis 20g: € 0,70) |
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Sie
können dazu einen in deutscher oder englischer Sprache verfassten
Brief herunterladen.
(siehe
unten)
Hier
der deutsche Text:
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Sehr
geehrter Präsident Lukaschenka,
angesichts
von Berichten über den Fall des ehemaligen Präsidentschaftskandidaten
Alexander Kasulin, der im Juli 2006 zu einer fünfjährigen
Haftstrafe verurteilt wurde, bin ich sehr besorgt.
Alexander
Kasulin und seine Unterstützer sind bereits im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen
vom 19. März 2006 drangsaliert und eingeschüchtert worden.
Am
25. März sind Kasulin und andere Teilnehmer einer öffentlichen
Versammlung zum Akrestina-Grefängnis marschiert, wo Hunderte von Personen
inhaftiert waren, die bei der gewaltsamen Auflösung von Demonstrationen
im Anschluß an die Präsidentschaftswahlen festgenommen worden
waren.
Berichten
zufolge gebrauchten die Sicherheitskräfte exzessive Gewalt, um den
Protestzug auseinanderzutreiben. Kasulin schlug den verbliebenen
Teilnehmern des Protestzugs vor, sich in einer nahegelegenen Kirche zum
Gebet zu versammeln, wurde jedoch von den Sicherheitskräften
geschlagen und in das Akrestina-Gefängnis gebracht.
Im
Juli 2006 wurde er wegen “Rowdytum” und der “Organisation von Gruppenaktivitäten,
welche gegen die öffentliche Ordnung verstoßen, oder der aktiven
Teilnahme an ähnlichen Handlungen” zu einer fünfjährigen
Haftstrafe verurteilt.
Amnesty
international betrachtet Alexander Kasulin als einen gewaltlosen
politischen Gefangenen, der allein auf Grund der friedlichen Wahrnehmung
seines Rechts auf freie Meinungsäußerung, Versammlungs- und
Vereinigungsfreiheit inhaftiert ist.
Daher
fordere ich Sie dringend auf, Alexander Kasulin sofort und ohne
Vorbedingungen freizulassen.
Bitte
informieren Sie mich über die weitere Entwicklung dieser ernsten Angelegenheit.
Mit
freundlichen Grüßen |
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Sollten
Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine
Kopie an amnesty international.
amnesty
international, Postfach, 53108 Bonn
Tel.:
0228/983730;
Fax:
0228/630036
E-mail:
Info@amnesty.de
Internet:
www.amnesty.de |
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Anschreiben
(Übersetzung)
in Englisch als Druckausgabe: |
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Anschreiben
in
Deutsch als Druckausgabe: |
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