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gegen das vergessen |
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BRIEFE
GEGEN DAS VERGESSEN - AKTION DES MONATS NOVEMBER 2006 |
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China
Chen Guangcheng |
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Der
Menschenrechtsverteidiger und Anwalt Chen Guangcheng, der sich als gewaltloser
politischer Gefangener in Haft befindet, wurde am 24. August 2006 zu vier
Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt.
Er
war im Juni dieses Jahres angeklagt worden, öffentliches Eigentum
beschädigt und den Straßenverkehr behindert zu haben. Danach
hat man ihn drei Monate ohne Kontakt zur Außenwelt in Haft gehalten.
Der
Schuldspruch erfolgte nach einem kurzen Gerichtsverfahren. Seine Verteidiger
waren in ihrer Tätigkeit behindert worden.
Lediglich
drei Brüder von Chen Guangcheng konnten dem Verfahren beiwohnen. Seine
Ehefrau Yuan Weijing wurde daran gehindert, ihr Haus zu verlassen. Sogar
seinen Verteidigern wurde der Zugang zum Gerichtsgebäude verwehrt,
so dass Chen Guangcheng von zwei Pflichtverteidigern vertreten wurde.
Seit
September 2005 ist Chen Guangcheng immer wieder misshandelt und willkürlich
inhaftiert worden. Auch seine Familie und seine Anwälte waren Einschüchterungen
ausgesetzt.
Chen
Guangcheng, der blind ist, hat vor seiner Inhaftierung Dorfbewohner in
der Provinz Shandong als Rechtsbeistand gegen lokale Behördenvertreter
unterstützt.
Die
Bewohner werfen den Behörden vor, tausende Frauen in der Region zu
Abtreibungen und Sterilisierungen gezwungen zu haben.
ai
vertritt die Auffassung, dass die gegen Chen Guangcheng erhobenen Anklagen
politisch motiviert sind, um den Menschenrechtler von seinen legitimen
Aktivitäten abzuhalten. |
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Schreiben
Sie bitte höflich formulierte Briefe an den chinesischen Justizminister,
in denen Sie die sofortige Freilassung des gewaltlosen politischen Gefangenen
Chen Guangcheng fordern.
Schreiben
Sie in gutem Chinesisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Minister
of Justice Aiying Wu Buzhang / Sifabu
10
Chaoyangmen Nandajie / Chaoyangqu / Beijingshi 100020
VR
CHINA
(korrekte
englische Anrede: Dear Minister)
Telefax:
00 86 - 10 - 65 29 23 45 /
E-Mail:
minister@legalinfo.gov.cn
oder pfmaster@legalinfo.gov.cn
(c/o
Ministry of Communications)
Bitte
senden Sie eine Kopie Ihres Schreibens an:
Kanzlei
der Botschaft der Volksrepublik China
S.
E. Herrn Ma Canrong / Märkisches Ufer 54 / 10179 Berlin
Telefax:
030 - 27 58 82 21 /
E-Mail:
chinesischeBotschaft@debitel.net
oder chinaemb_de@mfa.gov.cn
(Aerogramm
bis 5g: € 1,00, Standardbrief Luftpost bis 20g: € 1,70) |
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Sie
können dazu einen in deutscher oder englischer Sprache verfassten
Brief herunterladen.
(siehe
unten)
Hier
der deutsche Text:
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Sehr
geehrter Herr Gouverneur,
angesichts
von Berichten über die Verurteilung des blinden Menschenrechtsverteidigers
und Anwalts Chen Guangcheng zu vier Jahren und drei Monaten Gefängnis
am 24. August 2006 bin ich sehr besorgt.
Chen
Guangcheng war im Juni 2006 mit Beschädigung öffentlichen Eigentums
und Behinderung des Straßenverkehrs angeklagt worden. Daraufhin wurde
er drei Monate lang ohne Kontakt zur Außenwelt gefangen gehalten.
Das Urteil erfolgte nach einem kurzen Prozess, an dem lediglich drei Brüder
von Chen Guangcheng anwesend waren, wohingegen seiner Ehefrau Yuan Weijing
und selbst seinen Anwälten der Zugang zum Prozess verweigert wurde.
Seit
September 2005 war Chen Guangcheng immer wieder misshandelt und willkürlich
verhaftet worden. Darüberhinaus wurden seine Familie und seine Anwälte
eingeschüchtert. Vor seiner Verhaftung hatte Chen Guangcheng
Dorfbewohner als Rechtsbeistand gegen örtliche Behördenvertreter
unterstützt. Die Dorfbewohner werfen den Behörden vor, tausende
Frauen zu Abtreibungen und Sterilisationen gezwungen zu haben. Amnesty
international ist der Meinung, dass die Anklagen gegen Chen Guangcheng
politisch motiviert sind, um ihn von seiner legitimen Menschenrechtsarbeit
abzuhalten und er daher als politischer Gefangener zu betrachten ist.
Daher
fordere ich Sie dringend auf, Chen Guangcheng sofort und bedingungslos
freizulassen.
Bitte
informieren Sie mich über die weitere Entwicklung dieser ernsten Angelegenheit.
Mit
freundlichen Grüßen
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Sollten
Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine
Kopie an amnesty international.
amnesty
international, Postfach, 53108 Bonn
Tel.:
0228/983730;
Fax:
0228/630036
E-mail:
Info@amnesty.de
Internet:
www.amnesty.de |
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Anschreiben
(Übersetzung)
in Englisch als Druckausgabe: |
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[ rtf]
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Anschreiben
in
Deutsch als Druckausgabe: |
[ pdf]
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