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gegen das vergessen |
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BRIEFE
GEGEN DAS VERGESSEN - AKTION DES MONATS APRIL 2006 |
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ÄTHIOPIEN
Mesfin Woldemariam |
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Professor
Mesfin Woldemariam, der 75-jährige Gründer und ehemalige Vorsitzende
des »Äthiopischen Menschenrechtsrates« und emeritierte
Geographieprofessor der Universität von Addis Abeba, sitzt seit Anfang
November 2005 im Gefängnis. Er wurde im Zusammenhang mit friedlichen
Demonstrationen festgenommen, bei denen Oppositionsparteien ihren Protest
gegen mutmaßliche Manipulationen bei der Parlamentswahl vom Mai 2005
zum Ausdruck brachten.
Neben
Mesfin Woldemariam befinden sich 85 weitere Personen in Haft, darunter
führende Politiker der Oppositionspartei »Coalition for Unity
and Democracy« (CUD), der auch Mesfin Woldemariam angehört.
Nach Einschätzung von ai handelt es sich bei allen Inhaftierten um
gewaltlose politische Gefangene. Sie wurden wegen verschiedener Vergehen
unter Anklage gestellt, darunter Hochverrat, Aufhetzung und Organisation
eines bewaffneten Aufstands und Völkermord. Viele der ihnen zur Last
gelegten Vergehen werden mit der Todesstrafe geahndet.
Die
meisten Angeklagten boykottieren aus Protest ihr Gerichtsverfahren. Sie
haben nur eingeschränkten Kontakt zu ihren Familien und Rechtsanwälten.
Außerdem heißt es, dass sich tausende weitere Regierungsgegner,
die im Zusammenhang mit den Demonstrationen vom November 2005 festgenommen
wurden, ohne Anklageerhebung in Haft befinden. |
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Schreiben
Sie bitte höflich formulierte Briefe an den äthiopischen
Ministerpräsidenten Meles Zenawi, in denen Sie die sofortige und bedingungslose
Freilassung des gewaltlosen politischen Gefangenen Professor Mesfin Woldemariam
fordern, sowie die Freilassung aller weiteren Gefangenen, die allein wegen
der friedlichen Wahrnehmung ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung
inhaftiert sind
Schreiben
Sie in gutem Amharisch, Arabisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Prime
Minister / His Excellency Meles Zenawi
Office
of the Prime Minister / PO Box 1031 / Addis Abeba
ÄTHIOPIEN
/ Telefax: 002 51 - 11 - 55 20 20
(korrekte
englische Anrede: Your Excellency)
Bitte
senden Sie eine Kopie Ihres Schreibens an:
Kanzlei
der Botschaft der Demokratischen Bundesrepublik Äthiopien
S.
E. Herrn Hiruy Amanuel / Boothstr. 20 a / 12207 Berlin
Telefax:
030 - 772 06 24 / E-Mail: Emb.ethiopia@t-online.de
(Aerogramm
bis 5g: € 1,00; Standardbrief Luftpost bis 20g: € 1,70)
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Sie
können dazu einen in deutscher oder englischer Sprache verfassten
Brief herunterladen.
(siehe
unten)
Hier
der deutsche Text:
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Ihre
Exzellenz,
angesichts
von Berichten, dass Professor Mesfin Woldemariam sich immer noch
in Haft befindet, bin ich sehr besorgt.
Professor
Mesfin Woldemariam und andere friedliche Regierungsgegner, unter ihnen
führende Mitglieder der Oppositionspartei « Coalition for Unity
and Democracy », wurden in Zusammenhang mit friedlichen Protesten
im November 2005 festgenommen, die sich gegen mutmaßliche Manipulationen
der Parlamentswahlen vom Mai 2005 richteten.
Berichten
zufolge wurden die Verhafteten mit verschiedenen Verbrechen angeklagt,
darunter Hochverrat, Aufhetzung und Organisation eines bewaffneten Aufstands
und Völkermord. Zahlreiche der Anklagepunkte werden mit dem Tode bestraft.
Berichten
zufolge wird den Angeklagten nur eingeschränkter Kontakt zu ihren
Familien und ihren Anwälten gewährt. Die meisten Angeklagten
boykottieren den Prozeß aus Protest.
Amnesty
international zufolge sind Professor Mesfin Woldemariam und andere Inhaftierte
gewaltlose politische Gefangene, die allein auf Grund der friedlichen Wahrnehmung
ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung inhaftiert sind.
Daher
fordere ich Sie dringend auf, sie unverzüglich und bedingungslos freizulassen.
Stellen
Sie bitte auch sicher, dass alle Inhaftierten regelmäßig Zugang
zu ihren Familien und ihren Anwälten erhalten, solange sie sich in
Haft befinden.
Bitte
informieren Sie mich über die weitere Entwicklung dieser ernsten Angelegenheit.
Mit
freundlichen Grüßen
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Sollten
Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine
Kopie an amnesty international.
amnesty
international, Postfach, 53108 Bonn
Tel.:
0228/983730;
Fax:
0228/630036
E-mail:
Info@amnesty.de
Internet:
www.amnesty.de |
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Anschreiben
(Übersetzung)
in Englisch als Druckausgabe: |
[ pdf
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[ rtf
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Anschreiben
in
Deutsch als Druckausgabe: |
[
pdf ]
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[ rtf
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