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gegen das vergessen |
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BRIEFE
GEGEN DAS VERGESSEN - AKTION DES MONATS JANUAR 2006 |
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ÄGYPTEN
Mitwalli
Ibrahim Mitwalli Saleh |
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| Ich
fordere seine Freilassung«, so äußerte sich Um Saleh,
Ehefrau von Mitwalli Ibrahim Mitwalli Saleh im Juli gegenüber ai.
Sie berichtete, dass ihr Ehemann im Juni aus Protest gegen seine Inhaftierung
in den Hungerstreik getreten sei. »Kein Arzt hat ihn untersucht,
obwohl er Diabetiker ist und an hohem Blutdruck leidet. (…)«. Die
Gefängnisbehörden haben den Staatsanwalt erst nach 20 Tagen über
den Hungerstreik unterrichtet«, erklärte sie. Sein Zustand verschlechterte
sich rapide, sodass er in die Gefängnisklinik verlegt werden musste. |
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Mitwalli Ibrahim Mitwalli Saleh |
Saleh
war am 18. Mai 2003 in Giza festgenommen worden, nachdem die Behörden
Kenntnis von einer unveröffentlichten religiösen Studie des Mannes
erhalten hatten. Darin wendet er sich gegen die gängige Meinung islamischer
Gelehrter, wonach es eine religiöse Pflicht sei, vom islamischen Glauben
abgefallene »Apostaten« zu töten, und wonach eine Muslimin
einen Mann, der kein Muslim ist, nicht heiraten dürfe. Zwei Monate
nach seiner Festnahme wurde Saleh wegen »Geringschätzung der
islamischen Religion« angeklagt, was mit bis zu fünf Jahren
Haft geahndet werden kann. Am 29. Oktober 2003 entschied die Staatsanwaltschaft,
die Anklage fallen zu lassen und Saleh aus der Haft zu entlassen. Seitdem
hat das Oberste Staatssicherheitsgericht sieben Mal seine Freilassung angeordnet,
ohne dass die Behörden dieser Entscheidung nachkommen. |
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Schreiben
Sie bitte höflich formulierte Briefe an den ägyptischen Innenminister,
in denen Sie die sofortige und bedingungslose Freilassung von Mitwalli
Ibrahim Mitwalli Saleh fordern, der allein aufgrund seiner friedlichen
religiösen Ansichten inhaftiert wurde und somit ein gewaltloser politischer
Gefangener ist.
Schreiben
Sie in gutem Arabisch, Englisch, Französisch oder auf Deutsch an:
General
Habib Ibrahim El Adly / Minister of the Interior
Ministry
of the Interior / Al-Sheikh Rihan Street
Bab
al-Louk
Cairo
ÄGYPTEN
entweder
per Luftpostbrief
per
Telefax: (0020) 2-579 2031
per
E-mail: moi@idsc.gov.eg // moi2@idsc.gov.eg
// moi1@idsc.gov.eg
Bitte
senden Sie eine Kopie Ihres Schreibens an:
Kanzlei
der Botschaft der Arabischen Republik Ägypten
S.E.
Herr Mohamed Abdelhay M. Elorabi
Stauffenbergstraße
6 - 7
10785
Berlin
Telefax:
030-477 1049
E-Mail:
embassy@egyptian-embassy.de
(Aerogramm
bis 5g: € 1,00, Standardbrief Luftpost bis 20g ab 01.01.2006: €
1,70
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Sie
können dazu einen in deutscher oder englischer Sprache verfassten
Brief herunterladen.
(siehe
unten)
Hier
die deutsche Übersetzung:
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Sehr
geehrter Herr Minister,
ich
bin angesichts von Berichten, nach denen sich Mitwalli Ibrahim Mitwalli
Saleh noch immer im Gefängnis befindet, sehr besorgt.
Mitwalli
Ibrahim Mitwalli Saleh wurde am 18 Mai 2003 in Giza verhaftet, als
die Behörden von seiner unveröffentlichten religiösen Studie
erfuhren. Zwei Monate später wurde er der "Geringschätzung der
islamischen Religion" angeklagt. Die Staatsanwaltschaft entschied jedoch
am 29 Okt 2003 die Anklage gegen Mitwalli Ibrahim Mitwalli Saleh
fallenzulassen und ihn aus der Haft zu entlassen. Seitdem hat das Oberster
Sicherheitsgericht sieben Mal erfolglos seine Freilassung angeordnet.
Aus
Protest gegen seine fortgesetzte Inhaftierung ist Mitwalli Ibrahim Mitwalli
Saleh in einen Hungerstreik getreten. Obgleich sich sein Gesundheitszustand
rapide verschlechterte, erhielt er nicht die nötige medizinische Versorgung.
Die
Umstände erwecken den Eindruck, dass Mitwalli Ibrahim Mitwalli
Saleh allein auf Grund seiner gewaltfreien religiösen Überzeugung
inhaftiert ist und somit ein gewaltloser politischer Gefangener ist.
Daher
fordere ich Sie dringend auf sicherzustellen, dass Mitwalli Ibrahim
Mitwalli Saleh sofort und bedingungslos freigelassen wird.
Bitte
informieren Sie mich über die weitere Entwicklung dieser ernsten Angelegenheit.
Mit
freundlichen Grüßen
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Sollten
Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine
Kopie an amnesty international.
amnesty
international, Postfach, 53108 Bonn
Tel.:
0228/983730;
Fax:
0228/630036
E-mail:
Info@amnesty.de
Internet:
www.amnesty.de |
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Anschreiben
(Übersetzung)
in Englisch als Druckausgabe: |
[ pdf]
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[ rtf
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Anschreiben
in
Deutsch als Druckausgabe: |
[ pdf]
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[ rtf
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