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gegen das vergessen |
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BRIEFE
GEGEN DAS VERGESSEN - AKTION DES MONATS JULI 2005 |
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Der
Fall Nilufar Chaidarowa |
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Die
26jährige Straßenverkäuferin Nilufar Chaidarowa wurde im
Oktober letzten Jahres wegen des »versuchten Sturzes der verfassungsmäßigen
Ordnung« und der »Mitgliedschaft in einer verbotenen Organisation«
zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Mittlerweile ist das Strafmaß
auf vier Jahre verkürzt worden. Sie befindet sich zurzeit in der Strafkolonie
Nr. 64/7 für Frauen in der Hauptstadt Taschkent.
Nilufar
Chaidarowa © ai
Nach
ihrer Verhaftung war Nilufar Chaidarowa mehrere Tage ohne Kontakt zur Außenwelt
an einem unbekannten Ort festgehalten worden.
Ihre
Festnahme erfolgte im Zuge einer Welle von Inhaftierungen streng gläubiger
Muslime und ihrer Angehörigen. Viele von ihnen wurden in unfairen
Prozessen zu Gefängnisstrafen verurteilt.
Familienangehörige
von Nilufar Chaidarowa und Menschenrechtsverteidiger befürchten, dass
sie nur inhaftiert wurde, weil ihr streng gläubiger Ehemann und zwei
ihrer Brüder wegen der Beteiligung an »staatsfeindlichen Aktivitäten«
und der »Mitgliedschaft in verbotenen religiösen Organisationen«
langjährige Haftstrafen verbüßen.
Nilufar
Chaidarowa erkrankte vor vier Jahren an Krebs. ai befürchtet, dass
sie in der Haft nicht angemessen medizinisch versorgt wird. Wie es heißt,
leidet sie an hohem Blutdruck. |
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Schreiben
Sie bitte höflich formulierte Briefe an den usbekischen Generalstaatsanwalt,
in denen Sie beanstanden, dass Nilufar Chaidarowa in einem unfairen Prozess
zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Fordern Sie, dass die Folter-
und Misshandlungsvorwürfe umfassend untersucht werden. Verlangen Sie
außerdem, dass die inhaftierte Frau umgehend in erforderlichem Maße
medizinisch versorgt wird.
Schreiben
Sie in gutem Usbekisch, Russisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Generalnomu
Prokuroru Kodirovu R. Kh
Prokuratura
Respubliki Uzbekistan / ul. Gulyamova 66
700047
g. Tashkent / USBEKISTAN
(korrekte
englische Anrede: Dear Procurator General)
Telefax:
009 98 - 711 33 39 17; 009 98 - 711 33 73 68
E-Mail:
prokuratura@lawyer.com
Bitte
schicken Sie eine Kopie Ihres Schreibens an:
Kanzlei
der Botschaft der Republik Usbekistan
S.E.
Herrn Ison Mustafoev / Perleberger Str. 62
10559
Berlin / Telefax: 030 - 39 40 98 62
E-Mail:
botschaft@uzbekistan.de
(Standardbrief
Luftpost bis 20g: € 0,55) |
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Sie
können dazu einen in englischer Sprache verfassten Brief herunterladen.
(s.unten)
Hier
die deutsche Übersetzung:
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Sehr
geehrter Herr Generalstaatsanwalt,
ich
schreibe Ihnen im Fall von Nilufar Chaidarowa, die im Oktober 2004
zu einer sechjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden ist.
Obgleich
das Strafmaß mittlerweile auf vier Jahre reduziert wurde, bin ich
angesichts von Berichten, dass Nilufar Chaidarowa in einem unfairen Gerichtsverfahren
verurteilt wurde sehr besorgt. Es wird befürchtet, dass sie nur wegen
der Anklagen gegen ihren Ehemann und ihre Brüder inhaftiert wurde.
Ich
bin ebenfalls besorgt darüber, dass Nilufar Chaidarowa Berichten zufolge
nach ihrer Verhaftung mehrere Tage ohne Kontakt zur Außenwelt and
einem unbekannten Ort festgehalten wurde.
Ich
fordere Sie daher dringend auf, eine umfassende und unparteiische Unteruschung
der Umstände ihrer Verhaftung und Verurteilung einzuleiten.
Da
Nilufar Chaidarowa seit vier Jahren an Krebs erkrankt ist fordere
ich darüberhinaus dringend auf, sicherzustellen, dass sie in der Haft
die erforderlich medizinische Behandlung erhält.
Ich
hoffe, in dieser ernsten Angelegenheit von Ihnen zu hören.
Mit
freundlichen Grüßen
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Sollten
Sie eine Antwort auf Ihr Appellschreiben erhalten, schicken Sie bitte eine
Kopie an amnesty international.
amnesty
international, Postfach, 53108 Bonn
Tel.:
0228/983730;
Fax:
0228/630036
E-mail:
Info@amnesty.de
Internet:
www.amnesty.de |
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Anschreiben
(Übersetzung) in Englisch als Druckausgabe: |
[ pdf
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[ rtf
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