| amnesty
international - |
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was
ist das eigentlich? -
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Eine
kurze Einführung
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| Ein Blick
zurück |
amnesty international
(ai) ist heute eine weltweit arbeitende Menschenrechtsorganisation. Am
Anfang stand die Empörung eines Mannes:
Der britische
Rechtsanwalt Peter Benenson hatte 1961 in der Zeitung gelesen, dass
in Portugal zwei Studenten zur Gefängnisstrafen verurteilt worden
waren, nur weil sie in einem Lokal die Gläser erhoben und auf die
Freiheit angestoßen hatten. |
| In Portugal
unterdrückte Diktator Antonio Salazar damals alle demokratischen Aktivitäten.
Ein Toast auf die Freiheit war nicht schon ein Verbrechen. |
| Peter Benenson
war empört und suchte Mitstreiter für seine Idee, für die
Freilassung gewaltloser politischer Gefangener wie der beiden portugiesischen
Studenten zu kämpfen. |
Aus der kleinen
Initiative ist eine Organisation mit über einer Million Mitgliedern
geworden. 1977 bekam ai den Friedensnobelpreis - eine besondere Anerkennung
und Ermutigung.
In der Bundesrepublik
gehörten die Journalisten Carola Stern und Gerd Ruge zu den Initiatoren
der deutschen ai-Sektion. Heute sind in Deutschland rund 600 Lokal- und
Jugendgruppen aktiv. |
| Was
will amnesty international erreichen? |
| Ziele der
Arbeit von amnesty international sind: |
-
Freilassung gewaltloser
politischer Gefangener,
-
faire Prozesse
für alle Angeklagten,
-
Kampf gegen Folter,
-
Kampagnen gegen
die Todesstrafe und das “Verschwindenlassen” von Menschen,
-
Einsatz für
Gerechtigkeit gegenüber Opfern von Menschenrechtsverletzungen,
-
Bestrafung der
Täter nach rechtsstaatlichen Normen,
-
Schutz von Menschenrechtsverteidigern,
-
Schutz von
Asylsuchenden, denen die Rückführung in einen Land droht, dass
ihre Menschenrechte nicht achtet.
-
Gerechtigkeit
für Opfer von Menschenrechtsverletzungen
|
| Leitschnur
für diese Arbeit ist die Internationale Erklärung der Menschenrechte,
die die Vereinten Nationen 1948 verabschiedet haben (www.uno.de),
und weiterer internationaler Abkommen zum Schutz der Menschenrechte. |
| Immer wichtiger
in der Arbeit von amnesty international ist die Sicherung wirtschaftlicher,
sozialer und kultureller Rechte. ai beobachtet die Einhaltung von Menschenrechtsstandards
in den Aktivitäten international tätiger Unternehmen. amnesty
international reagiert mit dieser Erweiterung des ursprünglichen Arbeitsbereichs
auf die Herausforderungen der Globalisierung. |
| Neuerdings
fordert amnesty international auch verstärkt die Sicherung wirtschaftlicher,
sozialer und kultureller Rechte und beobachtet die Einhaltung von Menschenrechtsstandards
in den Aktivitäten international tätiger Unternehmen. amnesty
international reagiert damit auf die Herausforderungen der zunehmenden
Globalisierung. |
| “Mit Gewissheit
können wir sagen, dass amnesty international Menschenleben gerettet,
menschenrechtliche Initiativen angestoßen und dazu beigetragen hat,
dauerhafte Verbesserungen herbeizuführen”, zog der damalige ai-Generalsekretär
Pierre Sané Bilanz zum 40-jährigen Bestehen. Ein positives
Fazit, auch wenn die Erfolge der Menschenrechtsarbeit im Einzelfall
häufig nicht messbar sind. |
| Wie
arbeitet amnesty international? |
| Das internationale
Sekretariat von ai hat seinen Sitz in London. Von dort werden die Aktivitäten
in fast 100 Ländern koordiniert. Die deutsche Sektion hat ihren
Sitz (noch) in Bonn. ai Deutschland untergliedert sich in Bezirke, denen
wiederum Gruppen wie die in Soest zugeordnet sind. |
| amnesty international
ist eine demokratische Bewegung. Oberstes Organ ist der Internationale
Rat. Er tagt alle zwei Jahre. Alle nationalen Sektionen sind in diesem
Gremium vertreten. Der Internationale Rat bestimmt die grundsätzliche
Ausrichtung der ai-Arbeit und wählt den Führungsstab der Organisation.
Die demokratische Struktur setzt sich bis in jede einzelne Gruppe fort. |
| Amnesty ist
parteipolitisch und weltanschaulich unabhängig und bewertet die Einstellungen
der Opfer von Menschenrechtsver- letzungen nicht. amnesty stellt sich bei
kriegerischen Auseinander- setzungen nicht auf die Seite einer Partei. |
| So genannte
Rechercher ermitteln und dokumentieren überall auf der Welt im Auftrag
von ai Menschenrechtsverletzungen. ai macht belegte Verstöße
gegen Menschenrechtsstandards öffentlich. Als Nicht-Regierungsorganisation
(NGO) nimmt ai an vielen internationalen Konferenzen teil und setzt sich
dabei für die Menschenrechte ein. |
| Kampagnen
zu Themen wie Folter oder Menschenrechtsver- letzungen an Frauen stellen
Öffentlichkeit her. Briefe, Faxe und E-Mails an Regierungen gehören
genauso zum Repertoire der Menschenrechtsarbeit wie Unterschriftensammlungen,
Info-Stände, Protestaktionen, Vortragsabende, Ausstellungen und viele
andere Aktivitäten, die dazu beitragen, Verstöße gegen
die Menschen- rechte ins Bewusstsein zu rücken. |
| “Der größte
Feind der Menschenrechtsverletzer ist eine informierte Öffentlichkeit”,
ist ein Leitgedanke der ai-Arbeit. |
| Die direkte
Betreuung und Unterstützung von Opfern ist ein weiterer wichtiger
Arbeitsbereich. Die einzelnen ai-Gruppen betreuen oft einen oder mehrere
Gefangene oder “Verschwundene”. Sie setzen sich für ihre Freilassung
bzw. für die Aufklärung ihres Schicksals ein. |
Ausführliche
Informationen im Internet unter www.amnesty.org
( in englischer Sprache) und www.amnesty.de
(Web-Site der deutschen ai-Sektion).
Jeden Monat
berichtet das ai-journal über die Menschenrechts- arbeit. Die Zeitschrift
liegt auch in der Soester Stadtbücherei aus. Jedes Jahr veröffentlicht
ai einen Jahresbericht, der die Arbeit der Organisation vorstellt und Menschenrechtsverletzungen
Land für Land darstellt (Fischer Taschenbuch). |
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